Implantatzahnersatz

Implantate kann man als künstliche Wurzeln aus Titan (selten Keramik) beschreiben, mit denen dauerhaft Zähne ersetzt oder Zahnersatz stabilisiert werden kann. Sie werden in zahnlosen Kieferabschnitten direkt in den Knochen eingebracht und im Verlauf der Einheilzeit fest integriert. In den meisten Fällen erfolgt diese sogenannte Osseointegration ohne Belastung, also ohne das Zahnersatz darauf befestigt wird. In günstigen Situationen ist die sogenannte offene Einheilung möglich. Dabei wird direkt nach der Implantateinbringung die Verbindung zur Mundhöhle meistens mit einem Zahnfleischformer erhalten und erspart eine zweite Eröffnung. In allen anderen Fällen wird der operative Zugang mit einer Naht komplett verschlossen. Nach der erwarteten Einheilzeit erfolgt dann in einem kleinen, zweiten Eingriff die sogenannte Freilegung und anschließende Ausformung des Zahnfleischs. Mit dem Ende der Einheilzeit sind die Umbauprozesse des Knochens soweit abgeschlossen, dass das Implantat fest integriert ist und die Herstellung des Zahnersatzes beginnen kann. Sobald auf den Implantatzahnersatz Kaubelastungen einwirken, beginnen funktionelle Umbauprozesse des Knochens. Das bedeutet, dass Implantat ist nicht nur integriert sondern wird auch für kaubedingte Kräfte stabilisiert. Diese Phase bezeichnen wir als „Knochentraining“, in der durch anfangs weichere Kost die Knochenstrukturen mehr und mehr gestärkt werden.
Für den langanhaltenden Erfolg von Implantatzahnersatz sorgt zum einen die aus der Orthopädie bewährte Biokompatibilität des Materials Titan, welches keine Allergie- oder Abstoßungsreaktionen hervorruft. Des weiteren ist die funktionelle Gestaltung des aufgebrachten Zahnersatzes von großer Bedeutung, um Fehlbelastungen des umgebenden Knochens zu vermeiden.  Ein dritter wichtiger Faktor ist, dass das Zahnfleisch die Implantatdurchtrittsstelle fest umschließt und durch sehr gute Mundhygiene frei von Entzündungen bleibt.
Die beschrieben Prophylaxe ist unserer Angebot, Sie mit den entsprechenden Tipps und Tricks zur täglichen Pflege auszustatten sowie schwer zugängliche Bereiche in der Praxis professionell von schädlichen Bakterien zu befreien.

Pro

  • natürlichster Ersatz fehlender Zähne
  • Ästhetik und Funktion nahe dem Original
  • meistens keine Verbindung mit Nachbarzähnen nötig
  • damit keine Schädigung natürlicher Zähne
  • perspektivisch als Anker für neuen/weiteren Zahnersatz verwendbar

Contra

  • chirurgischer Eingriff mit entsprechendem Risiko
  • meistens längere Behandlungsdauer - erst Implantat(e), dann Krone/Brücke/anderer Zahnersatz
  • knöcherne sowie allgemeinmedizinische Voraussetzungen müssen gegeben sein oder geschaffen werden